Tomatenchutney mit gerösteten Cashews

Sonntag, 1. Juli 2012


Dieses Rezept habe ich eigentlich unserem Freund R. zu verdanken, der in diversen Kochsessions vor ein paar Jahren mit schwankender Geduld versucht hat, andere Gewürze als Salz und Pfeffer an mir vorbei in unsere Gerichte zu schmuggeln. Seiner Schummelei und Hartnäckigkeit habe ich es zu verdanken, dass mein Gewürzbestand sich enorm erweitert hat und auch, dass uns das Kochen heute so viel Freude bereitet.

Damals haben wir einige Gerichte aus dem Kochbuch "Vegetarisch Kochen: Die besten Rezepte aus aller Welt" von Celia Brooks Brown ausprobiert, unter anderem die leckersten Kartoffelküchlein der Welt (dazu später mehr). Dort wurde auch der erste Grundstein für das Rezept gelegt, nämlich ein Tomatenchutney mit Cashews zu vereinen.

Die Gewürzmischung für das Chutney war beim ersten Mal ein glücklicher Zufall und wir hatten natürlich die Mengen nicht aufgeschrieben. In Erinnerung geblieben war mir allerdings der betörende Duft, der aus der Pfanne stieg. Bis heute habe ich deswegen meine Nase und nicht irgendwelche Mengenangaben als Rezept benutzt. Da sich diese Zubereitungsart nicht zum bloggen eignet, habe ich dann mal mit dieser Tradition gebrochen und die Mengen für euch notiert.

Das fertige Chutney lässt sich dann vielfältig einsetzen, unsere Favoriten sind die erwähnten Kartoffelküchlein, einfacher Basmatireis oder Geflügel.





Rezept Tomatenchutney mit gerösteten Cashwes (4 große Portionen)
entwickelt von Mari

Zutaten:
  • 1 kg Tomaten
  • 1-2 Zwiebeln 
  • Olivenöl
  • 1 El Kreuzkümmel
  • 2 El Koriander
  • 4 Kapseln grüner Kardamom, Kerne herausgelöst
  • 2 Tl Senfsamen
  • 1 kleine getrocknete Chilischote oder 1 Tl Chiliflocken
  • 3 El geröstete und gemahlene Cashewkerne
  • Salz, Pfeffer
  • Zucker
  • ein paar Bockshornkleesamen machen sich auch ganz gut, hatte aber keine mehr da

Zubereitung:
Zuerst werden die Tomaten gehäutet, diesen Schritt spare ich mir allerdings, wenn es schnell gehen soll und keine Fotos gemacht werden :) Dazu auf jeden Fall die Tomaten kreuzweise einritzen, dann mit heißem Wasser überbrühen. Ein paar Minuten ziehen lassen und dann mit kaltem Wasser abschrecken. Nun können die Häute leicht entfernt werden und die Tomaten müssen nur noch entstielt und grob gehackt werden. Tomaten zur Seite stellen. Die Zwiebeln grob hacken.

Alle Gewürze bis auf die Chilischote in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis die Senfsamen zu springen beginnen. Dann schnell die Chilischote zugeben, kurz weiter rösten und dann von der Platte nehmen. Sind die Gewürze genug abgekühlt, alles in einem Mörser oder eine Gewürzmühle fein mahlen/mörsern. Wenn man die Schalen des Korianders nicht so gerne mag, kann man die Gewürzmischung auch noch sieben.

Nun etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel glasig braten. Dann die Tomaten hinzufügen und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Tomaten weich sind. Am Ende die Gewürze und Cashews hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Kommentare:

  1. Das ist ja genau nach meinem Geschmack, das probiere Ich mal aus.

    LG Kerstin

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    1. Das freut mich, danke! Würde mich freuen zu hören, wie es dir geschmeckt har...

      Liebe Grüße,
      Mari

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  2. Chutneys sind wunderbar und gelingen am besten "frei Schnauze". Was ich noch empfehlen kann, sind schwarze Zwiebelsamen, auch als "echter Schwarzkümmel" bekannt. Sie sehen hübsch aus machen sich auch auf selbst gebackenem Fladenbrot gut.

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    1. Danke für den Vorschlag, werde ich bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren. Fladenbrot backen wir nämlich auch sehr gerne. Bin gespannt!

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  3. Hört sich sehr gut an, alles Gewürze, die genau nach meinem Geschmack sind! Das werde ich gleich mal auf die Nachkochliste setzen. Außerdem macht sich ein Gläschen davon bestimmt auch wunderbar als Mitbringsel - bin nämlich grad mal wieder auf der Suche nach interessanten Geschenken aus der Küche :-)

    Viele Grüße,
    Kirsten

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    1. Hallo Kirsten,

      freut mich, dass dir das Rezept gefällt! Das Chutney zu verschenken, ist auf jeden Fall eine gute Idee. Allerdings habe ich keine Erfahrung damit, wie lange sich das hält. So weit kam es bisher nie :)

      Liebe Grüße,
      Mari

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